8. Rückblick
German source: Wilhelm Müller

Es brennt mir unter beiden Sohlen, 
Tret’ ich auch schon auf Eis und Schnee, 
Ich möcht’ nicht wieder Atem holen,
Bis ich nicht mehr die Türme seh’.

Hab’ mich an jeden Stein gestossen, 
So eilt’ ich zu der Stadt hinaus;
Die Krähen warfen Bäll’ und Schlossen 
Auf meinen Hut von jedem Haus.

Wie anders hast du mich empfangen, 
Du Stadt der Unbeständigkeit!
An deinen blanken Fenstern sangen 
Die Lerch’ und Nachtigall im Streit.

Die runden Lindenbäume blühten,
Die klaren Rinnen rauschten hell,
Und ach, zwei Mädchenaugen glühten! – 
Da war’s geschehn um dich, Gesell!

Kommt mir der Tag in die Gedanken, 
Möcht’ ich noch einmal rückwärts sehn, 
Möcht’ ich zurücke wieder wanken,
Vor ihrem Hause stille stehen.

8. Backward Glance
English translation © Richard Wigmore

The soles of my feet are burning, 
though I walk on ice and snow;
I do not wish to draw breath again 
until I can no longer see the towers.

I tripped on every stone,
such was my hurry to leave the town;
the crows threw snowballs and hailstones 
on to my hat from every house.

How differently you received me, 
town of inconstancy!
At your shining windows
lark and nightingale sang in rivalry.

The round linden trees blossomed, 
the clear fountains plashed brightly, 
and, ah, a maiden’s eyes glowed; then, 
friend, your fate was sealed.

When that day comes to my mind
I should like to look back once more, 
and stumble back
to stand before her house.

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